
Es gibt Tage in Mannheim, da fällt in der Innenstadt starker Regen, während im Lindenhof kaum ein Tropfen den Boden erreicht. Was unscheinbar wirkt, ist hochrelevant: Niederschlag entscheidet mit darüber, ob Keller volllaufen, Straßen überflutet werden oder Grünflächen ausreichend versorgt sind. Gleichzeitig ist Niederschlag ein zentraler Baustein des städtischen Wasserkreislaufs – im Zusammenspiel von Verdunstung, Versickerung und Abfluss.
Anders als viele andere Wettergeschehen ist Niederschlag extrem variabel – räumlich wie zeitlich. Besonders sommerliche Gewitter zeigen diese Dynamik: Sie entstehen lokal, verändern sich schnell und sind selbst kurzfristig nur schwer exakt vorherzusagen. Klimamodelle deuten darauf hin, dass solche Starkregenereignisse künftig häufiger und intensiver auftreten können. Umso wichtiger ist es, das Niederschlagsgeschehen möglichst präzise zu erfassen.
Punktgenaue Messungen für ein komplexes Phänomen
Um diese Datengrundlage zu schaffen, baut Mannheim sein Niederschlagsmessnetz gezielt aus: Die bestehenden rund 23 Niederschlagsmessstationen, die sich teilweise im Eigentum des Stadtkonzerns Mannheim und Dritter befinden, werden auf über 40 Standorte erweitert – nach den Standards des Deutschen Wetterdienstes. Ziel ist eine hochaufgelöste Datengrundlage, die kleinräumige Unterschiede sichtbar macht. Darüber hinaus sollen künftig auch Messdaten umliegender Niederschlagsmessstellen außerhalb Mannheims integriert werden. Dadurch lässt sich die räumliche Ausrichtung und Ausbreitung von Niederschlagsfeldern noch besser erfassen.
Die Sensoren messen sowohl Niederschlagsmenge als auch -intensität direkt am Boden. Sie arbeiten mit einer sogenannten Kippwaage: Gesammelter Regen wird in einem Trichter aufgefangen und portionsweise gezählt. Jeder Kippvorgang entspricht einer definierten Niederschlagsmenge und wird digital erfasst und übertragen.
Echtzeitdaten für eine resilientere Stadt
Die Daten fließen in die zentrale Datenplattform der Stadt Mannheim, wo sie nach Verarbeitung künftig auch über ein öffentlich zugängliches Dashboard allen Bürger*innen zur Verfügung stehen. Auf einer interaktiven Karte können dann die Standorte der Niederschlagsmessstationen ausgewählt und für jede Station verschiedene Zeiträume und Auswertungen abgerufen werden. So werden lokale Unterschiede unmittelbar sichtbar und das aktuelle Niederschlagsgeschehen in Mannheim transparent dargestellt. Das Dashboard soll spätestens Anfang Herbst zur Verfügung stehen, an den Standorten der Niederschlagsmessstationen wird ein entsprechendes Hinweisschild mit einem QR-Code angebracht, der direkt zum Dashboard führt.
Perspektivisch sollen die Daten die Stadt Mannheim dabei unterstützen, Starkregenrisiken frühzeitig zu erkennen, gezielt Maßnahmen einzuleiten und Schäden zu minimieren. Davon profitieren unter anderem Feuerwehr, Stadtentwässerung, Stadtraumservice und Stadtplanung. Auch die Bewässerung städtischer Grünflächen kann künftig bedarfsgerechter gesteuert werden.
Kombination mit Radardaten
Um das Niederschlagsgeschehen noch vollständiger abzubilden, sollen die Messdaten künftig mit den RADOLAN-Daten des Deutschen Wetterdienstes kombiniert werden. Wetterradare erfassen flächendeckend, wo Niederschlag in der Atmosphäre entsteht, indem sie die Reflexion von Radarwellen an Regentropfen, Schneeflocken oder Hagel messen. So ergänzen sich die Stärken beider Systeme: Während die Bodenmessungen präzise Werte an einzelnen Standorten liefern, ermöglichen die Radardaten einen flächendeckenden Überblick. Die Kombination beider Datenquellen schafft eine besonders belastbare Datengrundlage für das Starkregenmanagement und die Klimaanpassung in Mannheim.
Bild unten: Niederschlagssensor mit montierten Vogelschutz

Es gibt Tage in Mannheim, da fällt in der Innenstadt starker Regen, während im Lindenhof kaum ein Tropfen den Boden erreicht. Was unscheinbar wirkt, ist hochrelevant: Niederschlag entscheidet mit darüber, ob Keller volllaufen, Straßen überflutet werden oder Grünflächen ausreichend versorgt sind. Gleichzeitig ist Niederschlag ein zentraler Baustein des städtischen Wasserkreislaufs – im Zusammenspiel von Verdunstung, Versickerung und Abfluss.
Anders als viele andere Wettergeschehen ist Niederschlag extrem variabel – räumlich wie zeitlich. Besonders sommerliche Gewitter zeigen diese Dynamik: Sie entstehen lokal, verändern sich schnell und sind selbst kurzfristig nur schwer exakt vorherzusagen. Klimamodelle deuten darauf hin, dass solche Starkregenereignisse künftig häufiger und intensiver auftreten können. Umso wichtiger ist es, das Niederschlagsgeschehen möglichst präzise zu erfassen.
Punktgenaue Messungen für ein komplexes Phänomen
Um diese Datengrundlage zu schaffen, baut Mannheim sein Niederschlagsmessnetz gezielt aus: Die bestehenden rund 23 Niederschlagsmessstationen, die sich teilweise im Eigentum des Stadtkonzerns Mannheim und Dritter befinden, werden auf über 40 Standorte erweitert – nach den Standards des Deutschen Wetterdienstes. Ziel ist eine hochaufgelöste Datengrundlage, die kleinräumige Unterschiede sichtbar macht. Darüber hinaus sollen künftig auch Messdaten umliegender Niederschlagsmessstellen außerhalb Mannheims integriert werden. Dadurch lässt sich die räumliche Ausrichtung und Ausbreitung von Niederschlagsfeldern noch besser erfassen.
Die Sensoren messen sowohl Niederschlagsmenge als auch -intensität direkt am Boden. Sie arbeiten mit einer sogenannten Kippwaage: Gesammelter Regen wird in einem Trichter aufgefangen und portionsweise gezählt. Jeder Kippvorgang entspricht einer definierten Niederschlagsmenge und wird digital erfasst und übertragen.
Echtzeitdaten für eine resilientere Stadt
Die Daten fließen in die zentrale Datenplattform der Stadt Mannheim, wo sie nach Verarbeitung künftig auch über ein öffentlich zugängliches Dashboard allen Bürger*innen zur Verfügung stehen. Auf einer interaktiven Karte können dann die Standorte der Niederschlagsmessstationen ausgewählt und für jede Station verschiedene Zeiträume und Auswertungen abgerufen werden. So werden lokale Unterschiede unmittelbar sichtbar und das aktuelle Niederschlagsgeschehen in Mannheim transparent dargestellt. Das Dashboard soll spätestens Anfang Herbst zur Verfügung stehen, an den Standorten der Niederschlagsmessstationen wird ein entsprechendes Hinweisschild mit einem QR-Code angebracht, der direkt zum Dashboard führt.
Perspektivisch sollen die Daten die Stadt Mannheim dabei unterstützen, Starkregenrisiken frühzeitig zu erkennen, gezielt Maßnahmen einzuleiten und Schäden zu minimieren. Davon profitieren unter anderem Feuerwehr, Stadtentwässerung, Stadtraumservice und Stadtplanung. Auch die Bewässerung städtischer Grünflächen kann künftig bedarfsgerechter gesteuert werden.
Kombination mit Radardaten
Um das Niederschlagsgeschehen noch vollständiger abzubilden, sollen die Messdaten künftig mit den RADOLAN-Daten des Deutschen Wetterdienstes kombiniert werden. Wetterradare erfassen flächendeckend, wo Niederschlag in der Atmosphäre entsteht, indem sie die Reflexion von Radarwellen an Regentropfen, Schneeflocken oder Hagel messen. So ergänzen sich die Stärken beider Systeme: Während die Bodenmessungen präzise Werte an einzelnen Standorten liefern, ermöglichen die Radardaten einen flächendeckenden Überblick. Die Kombination beider Datenquellen schafft eine besonders belastbare Datengrundlage für das Starkregenmanagement und die Klimaanpassung in Mannheim.
Bild unten: Niederschlagssensor mit montierten Vogelschutz





















































