Wie wirkt sich Begrünung auf das Umfeldklima aus? Das Dashboard zeigt die Oberflächentemperatur (des Bodens) sowie die Lufttemperatur (in drei Metern Höhe) im mit Bäumen und Sträuchern bepflanzten Tiny Forest im Mannheimer Stadtteil Lindenhof sowie der angrenzenden Betonrampe des Kleinfeldstegs. Dargestellt werden die Werte im Verlauf der Woche sowie der aktuelle Oberflächentemperaturunterschied zwischen den beiden Standorten.
Eine kurze Erläuterung zum Begriff „Tiny Forest“: Dieser bezeichnet kleine, dicht bepflanzte Stadtwälder – sogenannte Mikrowälder, die oft nur wenige hundert Quadratmeter groß sind. Ziel solcher Neuanpflanzungen ist es, in urbanen Räumen auf begrenztem Raum vielfältige, schnell wachsende und sich selbst erhaltende Habitate zu schaffen – und so zur Verbesserung der städtischen Umweltsituation beizutragen.
Werfen Sie einen genaueren Blick auf die Verlaufskurven: Sie werden erkennen, dass sich die Oberflächentemperatur der zwei Standorte je nach Tageszeit deutlich unterscheidet. Dies liegt daran, dass sich die Betonrampe wesentlich stärker aufheizt und die Wärme länger speichert als der Boden im Tiny Forest. Letzterer bleibt durch den Bewuchs aus Bäumen und Sträuchern kühler – begünstigt durch Schattenwurf und Verdunstungseffekte. Der Lufttemperaturunterschied in 3 Metern Höhe hingegen unterscheidet sich kaum, da der Tiny Forest noch nicht groß genug ist, um in 3 Metern Höhe deutliche Kühlungseffekte zu erwirken.
Im Tiny Forest Lindenhof kommen verschiedene Sensoren zum Einsatz, um die klimatischen Effekte und Wechselwirkungen mit der Umgebung zu erfassen. Zu den installierten Geräten zählen Sensoren zur Messung von Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung, Oberflächentemperatur sowie Bodenfeuchtigkeit und -temperatur. Langfristig möchten wir untersuchen, in welchem Maße Tiny Forests einen positiven Einfluss auf das Umfeld-Mikroklima haben.



































