
Am 2. März 2024 entstand auf nur 350 Quadratmetern eine kleine, aber bemerkenswerte Oase: 150 Sträucher und 750 Bäume wurden gepflanzt und formten einen sogenannten Tiny Forest. Diese dicht angelegten Mikrowälder zeigen, dass selbst kleinste Flächen in der Stadt eine große ökologische Wirkung entfalten können. Ihr Ziel ist es, schnell wachsende, vielfältige und sich selbst stabilisierende Lebensräume zu schaffen – mitten im urbanen Umfeld.
Die Effekte sind nicht nur sichtbar, sondern messbar. Tiny Forests fördern die Biodiversität, filtern Schadstoffe wie Feinstaub und CO₂ aus der Luft und wirken spürbar kühlend auf ihre Umgebung. Am Standort Kleinfeldsteg in Mannheim wird dieser Einfluss wissenschaftlich begleitet. Sensoren erfassen kontinuierlich Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind, während Infrarotmessungen Unterschiede zwischen Vegetation und versiegelten Flächen sichtbar machen. Auch die Bodenfeuchte wird erhoben – mit dem Ziel, den Wasserbedarf des Tiny Forests, der in den ersten Jahren bewässert werden muss, besser einschätzen zu können.
Erste mikroklimatische Effekte konnten bereits im letzten Jahr festgestellt werden. An heißen Tagen war es im Tiny Forest bis zu 10 Grad, bei extremer Hitze sogar bis zu 14 Grad kühler als auf dem angrenzenden Kleinfeldsteg. Eindrucksvoll ist auch die Rückkehr des Lebens. Echsen, Falter, Wildbienen und Hummeln haben den kleinen Wald für sich entdeckt – ein Zeichen dafür, wie schnell sich funktionierende Ökosysteme entwickeln können. Der Tiny Forest ist zu einer lebendigen Insel geworden, die zeigt, welches Potenzial in urbaner Begrünung steckt.
Der Tiny Forest in Mannheim zeigt, wie schnell Natur zurückkehren kann, wenn man ihr Raum gibt – und wie wichtig es ist, diesen Raum langfristig zu sichern. Zwischen wissenschaftlicher Datenerhebung und unmittelbar erlebbarer Natur entsteht hier ein anschauliches Beispiel für zukunftsfähige Stadtentwicklung: klein in der Fläche, aber groß in seiner Wirkung.
Und der Tiny Forest im Lindenhof bekommt Verstärkung: Neben dem 2025 entstandenen Tiny Forest in Neckarstadt-West am MARCHIVUM, der ebenfalls mit entsprechender Sensorik ausgestattet wird, gibt es einen weiteren in Neckarau, der Ende 2025 angelegt wurde, sowie einen Tiny Forest im Stadtbezirk Schönau, der im März 2026 eingeweiht wurde.


Bilder (von oben nach unten):
Sven Riffel und Nils Ehrlich bei Arbeiten am Sensormast
Tiny Forest Lindenhof kurz nach Bepflanzung im März 2024
Tiny Forest Lindenhof im April 2026 – die Bäume und Sträucher überragen mittlerweile den Sensormast
Am 2. März 2024 entstand auf nur 350 Quadratmetern eine kleine, aber bemerkenswerte Oase: 150 Sträucher und 750 Bäume wurden gepflanzt und formten einen sogenannten Tiny Forest. Diese dicht angelegten Mikrowälder zeigen, dass selbst kleinste Flächen in der Stadt eine große ökologische Wirkung entfalten können. Ihr Ziel ist es, schnell wachsende, vielfältige und sich selbst stabilisierende Lebensräume zu schaffen – mitten im urbanen Umfeld.
Die Effekte sind nicht nur sichtbar, sondern messbar. Tiny Forests fördern die Biodiversität, filtern Schadstoffe wie Feinstaub und CO₂ aus der Luft und wirken spürbar kühlend auf ihre Umgebung. Am Standort Kleinfeldsteg in Mannheim wird dieser Einfluss wissenschaftlich begleitet. Sensoren erfassen kontinuierlich Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind, während Infrarotmessungen Unterschiede zwischen Vegetation und versiegelten Flächen sichtbar machen. Auch die Bodenfeuchte wird erhoben – mit dem Ziel, den Wasserbedarf des Tiny Forests, der in den ersten Jahren bewässert werden muss, besser einschätzen zu können.
Erste mikroklimatische Effekte konnten bereits im letzten Jahr festgestellt werden. An heißen Tagen war es im Tiny Forest bis zu 10 Grad, bei extremer Hitze sogar bis zu 14 Grad kühler als auf dem angrenzenden Kleinfeldsteg. Eindrucksvoll ist auch die Rückkehr des Lebens. Echsen, Falter, Wildbienen und Hummeln haben den kleinen Wald für sich entdeckt – ein Zeichen dafür, wie schnell sich funktionierende Ökosysteme entwickeln können. Der Tiny Forest ist zu einer lebendigen Insel geworden, die zeigt, welches Potenzial in urbaner Begrünung steckt.
Der Tiny Forest in Mannheim zeigt, wie schnell Natur zurückkehren kann, wenn man ihr Raum gibt – und wie wichtig es ist, diesen Raum langfristig zu sichern. Zwischen wissenschaftlicher Datenerhebung und unmittelbar erlebbarer Natur entsteht hier ein anschauliches Beispiel für zukunftsfähige Stadtentwicklung: klein in der Fläche, aber groß in seiner Wirkung.
Und der Tiny Forest im Lindenhof bekommt Verstärkung: Neben dem 2025 entstandenen Tiny Forest in Neckarstadt-West am MARCHIVUM, der ebenfalls mit entsprechender Sensorik ausgestattet wird, gibt es einen weiteren in Neckarau, der Ende 2025 angelegt wurde, sowie einen Tiny Forest im Stadtbezirk Schönau, der im März 2026 eingeweiht wurde.


Bilder (von oben nach unten):
Sven Riffel und Nils Ehrlich bei Arbeiten am Sensormast
Tiny Forest Lindenhof kurz nach Bepflanzung im März 2024
Tiny Forest Lindenhof im April 2026 - die Bäume und Sträucher überragen mittlerweile den Sensormast















































