
Der vergangene Winter fühlte sich in Mannheim relativ kalt an. Tatsächlich lag im Januar an sechs Tagen eine bis zu 6 cm hohe Schneedecke. Verglichen mit den Wintern der 1980er- und 1990er-Jahre ist das jedoch eher wenig. Wie ordnet sich dieser Winter also im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten ein – und welche Unterschiede zeigten sich im Mannheimer Stadtklima?
Einordnung im Vergleich zu den Klimamittelwerten
Bei der Einordnung langjähriger Mittelwerte ist zunächst festzulegen, welche Klimanormalperiode als Referenz verwendet wird: eine aktuelle Referenzperiode im bereits erwärmten Klima oder eine frühere Periode aus der Zeit vor der deutlichen Erwärmung.
Für Klimavergleiche empfehlen der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zwei Referenzzeiträume: Die Klimanormalperiode 1961–1990 steht für frühere Klimabedingungen, während der Zeitraum 1991–2020 das heutige Klimaniveau beschreibt.
An der für Mannheim maßgeblichen DWD-Wetterstation zwischen Vogelstang und Wallstadt lagen die Temperaturen der Wintermonate Dezember bis Februar nur leicht über dem aktuellen Mittelwert. Dezember und Februar waren jeweils um +0,8 °C milder, der Januar mit −0,9 °C etwas kälter. Über den gesamten Winter ergibt sich damit ein leichter Überschuss von etwa +0,2 °C gegenüber dem Zeitraum 1991–2020.
Verglichen mit der älteren Referenzperiode 1961–1990 fällt die Abweichung deutlicher aus: Dezember und Februar lagen jeweils rund +1,5 °C über dem damaligen Mittel, der Januar etwa +0,3 °C darüber. Das zeigt, wie stark sich das Temperaturniveau inzwischen verschoben hat.
Der Stadtklimaeffekt im Winter
Ein genaueres Bild liefert das Mannheimer Stadtklimamessnetz. Während die Temperaturen am Wasserwerk im Käfertaler Wald oder am Stadtrand im neuen Stadtteil Franklin nahezu dem Niveau der DWD-Wetterstation entsprechen, ist es in der Innenstadt deutlich wärmer. Über die drei Wintermonate hinweg lag die Durchschnittstemperatur dort etwa +1,3 °C höher.
Tagsüber sind die Unterschiede meist gering. Selbst bei Sonnenschein liegen die Temperaturen am Paradeplatz häufig nur etwa +0,5 °C über den Werten der Wetterstation oder der Grünzüge. Deutlich stärker zeigt sich der Stadtklimaeffekt in der Nacht: Die Tiefsttemperaturen lagen im Mittel rund +2,5 °C höher als im Umland. In klaren Nächten betrug die mittlere Temperaturdifferenz im Winter 2025/26 sogar +4 °C.
Frosttage deutlich seltener in der Innenstadt
Besonders deutlich zeigt sich dieser winterliche Stadtklimaeffekt auch anhand der Eis- und Frosttage. Ein Eistag liegt vor, wenn die Tageshöchsttemperatur unter 0 °C bleibt. Ein Frosttag liegt vor, wenn die Tagesminimumtemperatur unter 0 °C sinkt.
Bei den Eistagen waren die Unterschiede noch relativ gering: An der Wetterstation und am Wasserwerk im Käfertaler Wald wurden jeweils sechs Tage registriert, in der Innenstadt drei. Deutlicher ist der Unterschied bei den Frosttagen: 55 Tage an der Wetterstation, 59 am Wasserwerk und nur 25 am Paradeplatz. Dass das Wasserwerk im Käfertaler Wald hier etwas häufiger Frost aufweist als die Wetterstation, liegt an seiner relativ windgeschützten Waldlage.
Sehr kalt wurde es im vergangenen Winter allerdings nicht. Die Tiefstwerte lagen im Freiland bei etwa −8 bis −9 °C und in der Innenstadt bei rund −5 °C. Zum Vergleich: Die historischen Rekordwerte in Mannheim liegen deutlich unter −20 °C.
Bemerkenswert ist außerdem der Zeitpunkt des letzten Frosts in der Innenstadt. Am Paradeplatz wurde er bereits am 26. Januar registriert. Sollte es im Frühjahr 2026 keinen weiteren Kälteeinbruch geben, wäre das ein ungewöhnlich früher Termin.
Fast frühlingshafte Temperaturen Ende Februar
Zum Abschluss noch ein Blick auf die Höchstwerte des Winters. Diese wurden Ende Februar gemessen und lagen mit 19,8 °C an der Wetterstation und 20,2 °C am Paradeplatz sehr nahe an den Mannheimer Februarrekorden. Der bisherige Rekordwert der Wetterstation beträgt ebenfalls 20,2 °C und stammt vom 24. Februar 1990.
Damit endete der Winter in Mannheim mit Temperaturen, die bereits stark an den Frühling erinnerten.
Wer einen Blick auf die aktuellen Werte unserer Klimamessstationen werfen möchte:
Übersicht und Messwerte Klimamessstationen – Smart City Mannheim
Der vergangene Winter fühlte sich in Mannheim relativ kalt an. Tatsächlich lag im Januar an sechs Tagen eine bis zu 6 cm hohe Schneedecke. Verglichen mit den Wintern der 1980er- und 1990er-Jahre ist das jedoch eher wenig. Wie ordnet sich dieser Winter also im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten ein – und welche Unterschiede zeigten sich im Mannheimer Stadtklima?
Einordnung im Vergleich zu den Klimamittelwerten
Bei der Einordnung langjähriger Mittelwerte ist zunächst festzulegen, welche Klimanormalperiode als Referenz verwendet wird: eine aktuelle Referenzperiode im bereits erwärmten Klima oder eine frühere Periode aus der Zeit vor der deutlichen Erwärmung.
Für Klimavergleiche empfehlen der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zwei Referenzzeiträume: Die Klimanormalperiode 1961–1990 steht für frühere Klimabedingungen, während der Zeitraum 1991–2020 das heutige Klimaniveau beschreibt.
An der für Mannheim maßgeblichen DWD-Wetterstation zwischen Vogelstang und Wallstadt lagen die Temperaturen der Wintermonate Dezember bis Februar nur leicht über dem aktuellen Mittelwert. Dezember und Februar waren jeweils um +0,8 °C milder, der Januar mit −0,9 °C etwas kälter. Über den gesamten Winter ergibt sich damit ein leichter Überschuss von etwa +0,2 °C gegenüber dem Zeitraum 1991–2020.
Verglichen mit der älteren Referenzperiode 1961–1990 fällt die Abweichung deutlicher aus: Dezember und Februar lagen jeweils rund +1,5 °C über dem damaligen Mittel, der Januar etwa +0,3 °C darüber. Das zeigt, wie stark sich das Temperaturniveau inzwischen verschoben hat.
Der Stadtklimaeffekt im Winter
Ein genaueres Bild liefert das Mannheimer Stadtklimamessnetz. Während die Temperaturen am Wasserwerk im Käfertaler Wald oder am Stadtrand im neuen Stadtteil Franklin nahezu dem Niveau der DWD-Wetterstation entsprechen, ist es in der Innenstadt deutlich wärmer. Über die drei Wintermonate hinweg lag die Durchschnittstemperatur dort etwa +1,3 °C höher.
Tagsüber sind die Unterschiede meist gering. Selbst bei Sonnenschein liegen die Temperaturen am Paradeplatz häufig nur etwa +0,5 °C über den Werten der Wetterstation oder der Grünzüge. Deutlich stärker zeigt sich der Stadtklimaeffekt in der Nacht: Die Tiefsttemperaturen lagen im Mittel rund +2,5 °C höher als im Umland. In klaren Nächten betrug die mittlere Temperaturdifferenz im Winter 2025/26 sogar +4 °C.
Frosttage deutlich seltener in der Innenstadt
Besonders deutlich zeigt sich dieser winterliche Stadtklimaeffekt auch anhand der Eis- und Frosttage. Ein Eistag liegt vor, wenn die Tageshöchsttemperatur unter 0 °C bleibt. Ein Frosttag liegt vor, wenn die Tagesminimumtemperatur unter 0 °C sinkt.
Bei den Eistagen waren die Unterschiede noch relativ gering: An der Wetterstation und am Wasserwerk im Käfertaler Wald wurden jeweils sechs Tage registriert, in der Innenstadt drei. Deutlicher ist der Unterschied bei den Frosttagen: 55 Tage an der Wetterstation, 59 am Wasserwerk und nur 25 am Paradeplatz. Dass das Wasserwerk im Käfertaler Wald hier etwas häufiger Frost aufweist als die Wetterstation, liegt an seiner relativ windgeschützten Waldlage.
Sehr kalt wurde es im vergangenen Winter allerdings nicht. Die Tiefstwerte lagen im Freiland bei etwa −8 bis −9 °C und in der Innenstadt bei rund −5 °C. Zum Vergleich: Die historischen Rekordwerte in Mannheim liegen deutlich unter −20 °C.
Bemerkenswert ist außerdem der Zeitpunkt des letzten Frosts in der Innenstadt. Am Paradeplatz wurde er bereits am 26. Januar registriert. Sollte es im Frühjahr 2026 keinen weiteren Kälteeinbruch geben, wäre das ein ungewöhnlich früher Termin.
Fast frühlingshafte Temperaturen Ende Februar
Zum Abschluss noch ein Blick auf die Höchstwerte des Winters. Diese wurden Ende Februar gemessen und lagen mit 19,8 °C an der Wetterstation und 20,2 °C am Paradeplatz sehr nahe an den Mannheimer Februarrekorden. Der bisherige Rekordwert der Wetterstation beträgt ebenfalls 20,2 °C und stammt vom 24. Februar 1990.
Damit endete der Winter in Mannheim mit Temperaturen, die bereits stark an den Frühling erinnerten.
Wer einen Blick auf die aktuellen Werte unserer Klimamessstationen werfen möchte:
Übersicht und Messwerte Klimamessstationen - Smart City Mannheim










































