
Im Mannheimer Quadrat C7, zentral zwischen Universität, Reiß-Engelhorn-Museum und Zeughaus gelegen, wurde ein ehemals stark versiegeltes Areal in den vergangenen Jahren zu einem innerstädtischen Grünraum mit hoher Aufenthaltsqualität transformiert. Die Entwicklung erfolgte in einem kooperativen Prozess aus Architektenwettbewerb, Workshops und der Umsetzung durch mehrere Baugemeinschaften; neben der Umnutzung eines Bestandsgebäudes wurden ergänzende Wohnbauten realisiert.
Gemeinschaftlicher Unterhalt der Freiflächen
Sowohl Herstellung als auch dauerhafter Unterhalt der Freiflächen werden gemeinschaftlich von den Wohnungseigentümer*innen der fünf ehemaligen Baugemeinschaften getragen – aus dem Bewusstsein heraus, dass Entsiegelung und Begrünung nicht nur dem Gemeinwohl dienen, sondern Aufenthaltsqualität, Begegnungs- und Spielräume schaffen und zugleich den Wert der eigenen Wohnungen steigern.
Durch umfangreiche Entsiegelung, Baumpflanzungen und die Öffnung des Blockinneren entstand eine gemeinschaftlich nutzbare „Grüne Mitte“, die als zentrales räumliches Bindeglied fungiert und durch ihre Durchlässigkeit und Begrünung Belichtung, Durchlüftung und Aufenthaltsqualität im Quartier verbessert.
Mikroklimatische Begleitung
Um besser zu verstehen, wie sich diese Begrünungsmaßnahmen auf das Mikroklima auswirken, wird das Projekt ab sofort von der Smart City Mannheim begleitet. Dafür wurde eine Klimastation installiert, die die Parameter Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Windgeschwindigkeit und Windrichtung kontinuierlich in Echtzeit erfasst.
Vor dem Hintergrund zunehmender sommerlicher Hitzeperioden und hoher Versiegelungsgrade zählt Mannheim zu den besonders wärmebelasteten Städten in Deutschland. Ziel der mikroklimatischen Erhebung ist es, die positiven Effekte entsiegelter und begrünter Flächen auf Temperaturentwicklung, Luftfeuchte und Luftaustausch zu erfassen.
Anhand vergleichender Messungen über stark versiegelte Referenzflächen im Umfeld lassen sich die Wirkungsmechanismen quantifizieren. Darüber hinaus liefern solche kleinräumigen innerstädtischen Vergleiche, zwischen teilaufgelockerter Innenblockbebauung und stärkerer Versiegelung in der Nachbarschaft, wertvolle Grundlagendaten für das hochaufgelöste Stadt- und Mikroklimamodell.
Erkenntnisgewinn und Übertragbarkeit
Die „Grüne Mitte“ im Quadrat C7 dient damit nicht nur als Beispiel qualitätsvoller innerstädtischer Freiraumentwicklung, sondern auch als Reallabor für evidenzbasierte Stadtklimapolitik. Insbesondere der Vergleich zwischen entsiegelten und vollständig versiegelten Flächen liefert belastbare Erkenntnisse zum klimatischen Mehrwert von Entsiegelungsmaßnahmen und unterstützt deren Übertragbarkeit auf zukünftige Stadtentwicklungsprojekte. Smart City Mannheim signalisiert grundsätzlich Interesse an einer punktuellen mikroklimatischen Begleitung vergleichbarer Begrünungsflächen, sofern dies im jeweiligen Projektkontext realisierbar ist.
Bild oben: @Uli Bormuth

Im Mannheimer Quadrat C7, zentral zwischen Universität, Reiß-Engelhorn-Museum und Zeughaus gelegen, wurde ein ehemals stark versiegeltes Areal in den vergangenen Jahren zu einem innerstädtischen Grünraum mit hoher Aufenthaltsqualität transformiert. Die Entwicklung erfolgte in einem kooperativen Prozess aus Architektenwettbewerb, Workshops und der Umsetzung durch mehrere Baugemeinschaften; neben der Umnutzung eines Bestandsgebäudes wurden ergänzende Wohnbauten realisiert.
Gemeinschaftlicher Unterhalt der Freiflächen
Sowohl Herstellung als auch dauerhafter Unterhalt der Freiflächen werden gemeinschaftlich von den Wohnungseigentümer*innen der fünf ehemaligen Baugemeinschaften getragen – aus dem Bewusstsein heraus, dass Entsiegelung und Begrünung nicht nur dem Gemeinwohl dienen, sondern Aufenthaltsqualität, Begegnungs- und Spielräume schaffen und zugleich den Wert der eigenen Wohnungen steigern.
Durch umfangreiche Entsiegelung, Baumpflanzungen und die Öffnung des Blockinneren entstand eine gemeinschaftlich nutzbare „Grüne Mitte“, die als zentrales räumliches Bindeglied fungiert und durch ihre Durchlässigkeit und Begrünung Belichtung, Durchlüftung und Aufenthaltsqualität im Quartier verbessert.
Mikroklimatische Begleitung
Um besser zu verstehen, wie sich diese Begrünungsmaßnahmen auf das Mikroklima auswirken, wird das Projekt ab sofort von der Smart City Mannheim begleitet. Dafür wurde eine Klimastation installiert, die die Parameter Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Windgeschwindigkeit und Windrichtung kontinuierlich in Echtzeit erfasst.
Vor dem Hintergrund zunehmender sommerlicher Hitzeperioden und hoher Versiegelungsgrade zählt Mannheim zu den besonders wärmebelasteten Städten in Deutschland. Ziel der mikroklimatischen Erhebung ist es, die positiven Effekte entsiegelter und begrünter Flächen auf Temperaturentwicklung, Luftfeuchte und Luftaustausch zu erfassen.
Anhand vergleichender Messungen über stark versiegelte Referenzflächen im Umfeld lassen sich die Wirkungsmechanismen quantifizieren. Darüber hinaus liefern solche kleinräumigen innerstädtischen Vergleiche, zwischen teilaufgelockerter Innenblockbebauung und stärkerer Versiegelung in der Nachbarschaft, wertvolle Grundlagendaten für das hochaufgelöste Stadt- und Mikroklimamodell.
Erkenntnisgewinn und Übertragbarkeit
Die „Grüne Mitte“ im Quadrat C7 dient damit nicht nur als Beispiel qualitätsvoller innerstädtischer Freiraumentwicklung, sondern auch als Reallabor für evidenzbasierte Stadtklimapolitik. Insbesondere der Vergleich zwischen entsiegelten und vollständig versiegelten Flächen liefert belastbare Erkenntnisse zum klimatischen Mehrwert von Entsiegelungsmaßnahmen und unterstützt deren Übertragbarkeit auf zukünftige Stadtentwicklungsprojekte. Smart City Mannheim signalisiert grundsätzlich Interesse an einer punktuellen mikroklimatischen Begleitung vergleichbarer Begrünungsflächen, sofern dies im jeweiligen Projektkontext realisierbar ist.
Bild oben: @Uli Bormuth










































