
Mannheim entwickelt ein stadtweites Verkehrsdatennetz, das den Verkehr nicht nur erfasst, sondern in seinen Zusammenhängen sichtbar macht. Die Stadt schafft damit eine kontinuierliche Datengrundlage, die zeigt, wie sich Menschen und Fahrzeuge tatsächlich bewegen – eine Voraussetzung für moderne Verkehrsplanung und den digitalen Zwilling des Mannheimer Verkehrsnetzes.
Wärmebildkameras: Präzise Analyse am Knotenpunkt
An bis zu 53 Knotenpunkten kommen künftig Wärmebildkameras mit KI‑gestützter Auswertung zum Einsatz. Sie erfassen die Fahrzeuganzahl, unterscheiden Fahrzeugklassen, erkennen Abbiegebeziehungen und messen an ausgewählten Standorten sogar Geschwindigkeiten. Sie liefern außerdem zuverlässige Ergebnisse bei Dunkelheit, Gegenlicht oder schlechtem Wetter – ein Vorteil gegenüber klassischen optischen Kameras.
Bluetooth‑Sensoren: Einblick in die tatsächlichen Routen
Während die Kameras das Geschehen an einzelnen Knotenpunkten erfassen, machen Bluetooth-Classic-Sensoren Verkehrsbewegungen zwischen diesen Punkten sichtbar. Dabei werden ausschließlich technische Signale ausgewertet, deren Erfassung keiner Zustimmung bedarf; Mobiltelefone oder andere zustimmungspflichtige Endgeräte werden nicht nachverfolgt. Die pseudonymisierten Daten ermöglichen Aussagen über Reisezeiten, typische Routen und Veränderungen der Verkehrsströme im Tagesverlauf.
Aufbau und Betrieb: Ein wachsendes Netz
Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen. Zunächst werden Standorte mit kurzer Vorlaufzeit wie Masten oder Schildbrücken ausgestattet, bevor anschließend Lichtsignalanlagen folgen, deren elektrische Vorbereitung mehrere Monate beansprucht. Der Aufbau soll in 2027 erfolgen. So entsteht Schritt für Schritt ein flächendeckendes Netz aus Sensoren und Kameras.
Bedeutung für die Stadt
Das neue Messnetz liefert Mannheim eine umfassende Datengrundlage für die Mobilität der kommenden Jahre. Die Kombination aus Wärmebildtechnik und Bluetooth‑Sensorik ermöglicht einen durchgängigen Blick auf das Verkehrsgeschehen – vom einzelnen Knotenpunkt bis zur gesamten Route durch die Stadt. Alle Daten fließen in die eigens entwickelte Analyseplattform sowie in den digitalen Zwilling des Verkehrsnetzes. Damit kann die Stadt Verkehrsplanung noch fundierter gestalten. Rettungsdienste profitieren zusätzlich von besseren Informationen im Einsatzfall.
Vertiefung: Die Technik hinter dem Verkehrsdatennetz
Wärmebildkameras erfassen Temperaturunterschiede in ihrer Umgebung. Die KI analysiert die Form und die charakteristische Wärmeverteilung eines Objekts und ordnet es einer Fahrzeugklasse wie Pkw, Lkw, Bus oder Fahrrad zu. Dadurch lassen sich Fahrzeugtypen auch bei Nebel, Regen oder Dunkelheit zuverlässig unterscheiden.
Bluetooth‑Sensoren erfassen die von Geräten ausgesendeten Bluetooth‑Adressen. Moderne Smartphones nutzen dafür zufällig erzeugte, häufig wechselnde Adressen, die nicht stabil verfolgbar sind. Nur Geräte mit dauerhaft oder selten wechselnden Adressen – etwa bestimmte Fahrzeugsensoren oder eingebettete Kommunikationsmodule – können über mehrere Messpunkte hinweg wiedererkannt werden. So lassen sich Reisezeiten und typische Routen ableiten. Die Daten bleiben pseudonym und erlauben ohne Zusatzinformationen keine Rückschlüsse auf Personen.
Fazit: Ein Schritt hin zu datenbasierter Mobilität
Mit dem Verkehrsdatennetz schafft Mannheim die Grundlage für eine präzisere, belastbare und langfristig nutzbare Verkehrsplanung. Das Projekt verbindet verschiedene Technologien zu einem System, das den Verkehr der Stadt transparent macht und zukünftige Entscheidungen auf eine solide Datenbasis stellt.
Aufgrund der Komplexität und der unterschiedlichen eingesetzten Technologien werden wir in weiteren Blogbeiträgen einzelne Aspekte dieses Projekts vertieft betrachten.
Mannheim entwickelt ein stadtweites Verkehrsdatennetz, das den Verkehr nicht nur erfasst, sondern in seinen Zusammenhängen sichtbar macht. Die Stadt schafft damit eine kontinuierliche Datengrundlage, die zeigt, wie sich Menschen und Fahrzeuge tatsächlich bewegen – eine Voraussetzung für moderne Verkehrsplanung und den digitalen Zwilling des Mannheimer Verkehrsnetzes.
Wärmebildkameras: Präzise Analyse am Knotenpunkt
An bis zu 53 Knotenpunkten kommen künftig Wärmebildkameras mit KI‑gestützter Auswertung zum Einsatz. Sie erfassen die Fahrzeuganzahl, unterscheiden Fahrzeugklassen, erkennen Abbiegebeziehungen und messen an ausgewählten Standorten sogar Geschwindigkeiten. Sie liefern außerdem zuverlässige Ergebnisse bei Dunkelheit, Gegenlicht oder schlechtem Wetter – ein Vorteil gegenüber klassischen optischen Kameras.
Bluetooth‑Sensoren: Einblick in die tatsächlichen Routen
Während die Kameras das Geschehen an einzelnen Knotenpunkten erfassen, machen Bluetooth-Classic-Sensoren Verkehrsbewegungen zwischen diesen Punkten sichtbar. Dabei werden ausschließlich technische Signale ausgewertet, deren Erfassung keiner Zustimmung bedarf; Mobiltelefone oder andere zustimmungspflichtige Endgeräte werden nicht nachverfolgt. Die pseudonymisierten Daten ermöglichen Aussagen über Reisezeiten, typische Routen und Veränderungen der Verkehrsströme im Tagesverlauf.
Aufbau und Betrieb: Ein wachsendes Netz
Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen. Zunächst werden Standorte mit kurzer Vorlaufzeit wie Masten oder Schildbrücken ausgestattet, bevor anschließend Lichtsignalanlagen folgen, deren elektrische Vorbereitung mehrere Monate beansprucht. Der Aufbau soll in 2027 erfolgen. So entsteht Schritt für Schritt ein flächendeckendes Netz aus Sensoren und Kameras.
Bedeutung für die Stadt
Das neue Messnetz liefert Mannheim eine umfassende Datengrundlage für die Mobilität der kommenden Jahre. Die Kombination aus Wärmebildtechnik und Bluetooth‑Sensorik ermöglicht einen durchgängigen Blick auf das Verkehrsgeschehen – vom einzelnen Knotenpunkt bis zur gesamten Route durch die Stadt. Alle Daten fließen in die eigens entwickelte Analyseplattform sowie in den digitalen Zwilling des Verkehrsnetzes. Damit kann die Stadt Verkehrsplanung noch fundierter gestalten. Rettungsdienste profitieren zusätzlich von besseren Informationen im Einsatzfall.
Vertiefung: Die Technik hinter dem Verkehrsdatennetz
Wärmebildkameras erfassen Temperaturunterschiede in ihrer Umgebung. Die KI analysiert die Form und die charakteristische Wärmeverteilung eines Objekts und ordnet es einer Fahrzeugklasse wie Pkw, Lkw, Bus oder Fahrrad zu. Dadurch lassen sich Fahrzeugtypen auch bei Nebel, Regen oder Dunkelheit zuverlässig unterscheiden.
Bluetooth‑Sensoren erfassen die von Geräten ausgesendeten Bluetooth‑Adressen. Moderne Smartphones nutzen dafür zufällig erzeugte, häufig wechselnde Adressen, die nicht stabil verfolgbar sind. Nur Geräte mit dauerhaft oder selten wechselnden Adressen – etwa bestimmte Fahrzeugsensoren oder eingebettete Kommunikationsmodule – können über mehrere Messpunkte hinweg wiedererkannt werden. So lassen sich Reisezeiten und typische Routen ableiten. Die Daten bleiben pseudonym und erlauben ohne Zusatzinformationen keine Rückschlüsse auf Personen.
Fazit: Ein Schritt hin zu datenbasierter Mobilität
Mit dem Verkehrsdatennetz schafft Mannheim die Grundlage für eine präzisere, belastbare und langfristig nutzbare Verkehrsplanung. Das Projekt verbindet verschiedene Technologien zu einem System, das den Verkehr der Stadt transparent macht und zukünftige Entscheidungen auf eine solide Datenbasis stellt.
Aufgrund der Komplexität und der unterschiedlichen eingesetzten Technologien werden wir in weiteren Blogbeiträgen einzelne Aspekte dieses Projekts vertieft betrachten.





























